Glossar medizinischer Fachausdrücke
A
Ätiologie Krankheitslehre, Ursachenforschung
Akren vom Körperstamm entfernte Teile wie Finger, Hände, Zehen, Füße, Nase
akut plötzlich und heftig einsetzend
ANA antinukleäre Antikörper, Antikörper, die gegen den Zellkern gerichtet sind
Anämie Blutarmut
Analgetika schmerzstillendes Mitte
Antigen Substanz, die in einem Körper eine Immunreaktion auslöst und zur Bildung von Antikörpern führt
Antikörper vom Körper gebildete Abwehrstoffe (s. Antigen)
Arthralgie Gelenkschmerz
Arthritis Gelenkentzündung
Atrophie Schwund primär normal entwickelter und normal großer Organe, Gewebe und Zellen
Autoimmunisierung Antikörperbildung oder Bildung von spezifischen sensibilisierten Lymphozyten gegen körpereigene Substanzen
Autoimmunerkrankung Zustand, in dem sich der Körper gegen sein eigenes Gewebe richtet
B
biliäre Zirrhose Leberzirrhose, die von den Gallengängen ausgeht; kommt beim CREST-Syndrom vor
Biopsie Entnahme einer Hautprobe, um diese unter dem Mikroskop zu untersuchen
Bursitis Schleimbeutelentzündung
C
Calcinosis (Kalzinose) Kalkablagerungen unter der Haut
chronisch fortdauernd über eine lange Zeitspanne
Colon Hauptanteil des Dickdarms
Corium Lederhaut
Corticosteroide Steroidhormone, die von der Nebenniere gebildet werden. Synthetisch hergestellt finden sie als Medikament Einsatz (z.B. Cortison)
CREST-Syndrom eine Sonderform der Sklerodermie, setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der fünf herausragenden Merkmale zusammen: Calcinosis, Raynaud-Syndrom, Esophageale Dysfunktion (Funktionsstörungen der Speiseröhre), Sklerodaktylie, Teleangiektasie
D
Dermatomyositis Autoimmunkrankheit der Haut und der Muskulatur
Dialyse Langzeitbehandlung mit künstlicher Niere bei schwerem Nierenleiden
Diarrhoe Durchfall
diffus weit zerstreut, ungeordnet
Dilatation Ausdehnung oder Erweiterung eines Hohlraumes (z.B. Blutgefäß) durch Wärme, Medikamente oder einem Katheder, krankhafte Erweiterung von Körperorganen
Dysästhesie Form der Sensibilitätsstörung
Dysphagie Störung des Schluckaktes
Dyspnoe jede Form der Atemstörung, Atemnot
E
En coup de sabre "Hieb eines Schwertes" - dient zur Beschreibung der lineären Sklerodermie, wenn diese im Gesicht oder am Kopf auftritt. Die narbenartigen Einziehungen gleichen einer Schwertwunde
Endothel einschichtige zellige Auskleidung von Gefäßen und Organen, z.B. Magen
Entzündung Rötung, Schwellung und Überwärmung
Epidermis Oberhaut
erosiv oberflächlich
Erythema Rötung der Haut, z.B. bedingt durch Hyperämie (Blutreichtum) oder Blutstauung
extrakutan außerhalb der Haut
F
Fibroblasten Vorstufe der Fibrozyten
Fibrose Vermehrung des Bindegewebes, die schließlich zur Verhärtung und Verdickung führt
Fibrozyten bestimmte Zellen des Bindegewebes
Foetor ex ore Mundgeruch
G
Gammaglobulin diejenige Globulinfraktion des Serums, die hauptsächlich aus Antikörpermolekülen besteht
Gastroenterologe Magen-Darm-Spezialist
Gastrointestinaltrakt Magen-Darm-Trakt
H
Hiatushernie Bruch des Hiatus oesophageus (Öffnung im Zwerchfell für den Durchtritt der Speiseröhre); tritt vorwiegend bei Beteiligung der Speiseröhre auf
Hyperämie Blutreichtum
Hypertension erhöhter Blutdruck
Hyperthermie Überwärmung
Hypoxämie erniedrigter Sauerstoffgehalt im Blut
I
idiopathisch ohne erkennbare Ursache entstanden, Ursache nicht nachgewiesen
Ileus Störung der Darmpassage/Darmverschluß
immun unempfänglich für die krankmachenden Wirkungen von Erregern; resistent
Immunologie Lehre der Erkennungs- und Abwehrmechanismen des Körpers
Immunsuppressiva physikalisch, chemisch oder biologisch wirkende Mittel, die in der Lage sind, immunologische Reaktionen zu unterdrücken bzw. abzuschwächen; zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten
Induration Gewebeverhärtung, z.B. infolge von Bindegewebsverhärtung
Inflammation (lat.) Entzündung
in vitro außerhalb des lebenden Organismus (im Reagenzglas)
in vivo in einem lebenden Organismus
Ischämie Blutleere einzelner Organteile oder Haut infolge mangelnder Blutzufuhr
K
Kapillaren die kleinsten Blutgefäße
Kollagen zu den Gerüsteiweißkörpern gehörige Eiweiße; der Stoff, der den Körper "zusammenhält", kommt z.B. im Bindegewebe oder in Sehnen vor
Kontraktur Gelenksteife; dauerhafte Deformität (durch Verkürzung von Muskeln und Sehnen), die zu Funktionsverlust und Entstellung führt
kutan die Haut betreffend
L
Latex-Test Test zum Nachweis von Rheumafaktoren
linear gradlinig
lineäre Sklerodermie eine Form der zirkumskripten Sklerodermie, bei der streifenförmige Verdickungen der Haut auf ein Bein oder einen Arm beschränkt sind oder mehrere Gliedmaßen betreffen können
Lumen Hohlraum
Lymphokine Eiweißstoffe, die von den Lymphozyten gebildet werden und andere Zellen zur Bildung von Enzymen anregen
Lymphozyten bestimmte Abwehrzellen
M
Malabsorption Verdauungsinsuffizienz, Störung der Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm in die Blut- und Lymphbahn
Malassimilation verminderte Nährstoffausnutzung
maligne bösartig
Morphea Form der zirkumskripten Sklerodermie; es liegen meist rundliche Herde in unterschiedlicher Zahl und Größe vor. Das Zentrum ist oft verhärtet und de- oder hyperpigmentiert. Im aktiven Stadium der Erkrankung weisen die Herde einen fliederfarbenen Saum auf, der sich langsam nach außen ausdehnen kann
Motilität Bewegungsvermögen
N
Nausea Übelkeit
Nutrition Ernährung
O
Obstipation Verstopfung
Ödem Schwellung als Folge einer Ansammlung von Gewebsflüssigkeit (Lymphflüssigkeit)
Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm
Ösophagus Speiseröhre
Osteoarthritis Knochen- und Gelenksentzündung
Osteomalazie Knochenerweichung
P
Pankreas Bauchspeicheldrüse
Pathogenese Krankheitsentstehung
peptisch die Verdauung betreffend
Peristaltik wurmartig fortschreitende Bewegung der Speiseröhre, des Magens, Darms, Harnleiters oder Samenleiters, dient dem Transport von Nahrung und Körperflüssigkeit
Polymyositis Gruppe von Erkrankungen mit dem gemeinsamen klinischen Merkmal der Muskelschwäche und Atrophie
Proliferation Wucherung, rapides Zellwachstum
protahiert verzögert
proximal rumpfwärts gelegener Teil einer Extremität
pulmonal zur Lunge gehörend
Pyrosis Sodbrennen
R
Raynaud-Syndrom durch Gefäßspasmen (krampfartige Verengungen) bedingte, anfallsweise auftretende Ischämiezustände, meist an den Arterien der Finger. Häufiges Symptom der progressiven systemischen Sklerodermie, geht der eigentlichen Erkrankung oft Jahre voraus
Reflux Rückfluß
Reflux-Ösophagitis s. Säurerückfluß
Remission vorübergehende oder dauerhafte Rückbildung von Krankheitssymptomen
Renal die Niere betreffend
Rhagade Einriß der Haut
S
Säurerückfluß Rückfluß von Nahrung und Magensäure in die Speiseröhre, tritt häufig bei Patienten mit Speise- röhrenbeteiligung auf und führt nach einer gewis- sen Zeit zur Entzündung des unteren Speiseröhrenabschnittes (Reflux-Ösophagitis)
Serum (Blutserum) der von Blutkörperchen und Fibrin befreite, nicht mehr gerinnbare, leicht gelb gefärbte wässrige Bestandteil des Blutes
Sklerodaktylie Verkrümmung von Fingern oder Zehen im Rahmen einer progressiven Sklerodermie
Sklerose krankhafte Verhärtung des Gewebes eines Organs
Sphinkter Schließmuskel
Stasis Stockung, Stauung
Steatorrhoe Fettstuhl
Striktur hochgradige Verengung eines Kanals, z.B. der Harnröhre oder Speiseröhre
subkutan unter der Haut
submukös unter der Schleimhaut
T
Teleangiektasie bleibende Erweiterung kleiner oberflächlicher Hautgefäße
Titer Menge eines Antikörpers/Antigens
toxisch giftig
Trauma Verletzung oder Wunde
U
Ulzeration Geschwür, offene Stelle
V
vasculär die Gefäße betreffend
Vasospasmus Gefäßkrampf
viszeral die Eingeweide betreffend
W
Waaler-Rose-Test Test zum Nachweis von Rheumafaktoren
Z
zentrifugal vom Zentrum fortgehend
zirkumskript dieser Ausdruck wird verwendet, um die Morphea zu beschreiben; meist liegen umschriebene, scharf begrenzte Herde vor
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